(Bückeburg) Kürzlich besichtigten die SPD-Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers und Sandra Schauer, SPD-Bürgermeisterkandidatin in Bückeburg, den Hafen Berenbusch am Mittellandkanal. Dabei informierten sie sich über die Zukunft und den aktuellen Ausbau des Wirtschaftsstandorts am Hafen Berenbusch.
Reiner Wilharm, Geschäftsführer der Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH, begrüßte Völlers, Schauer und weitere Gäste des SPD-Ortsvereins Evesen am Eingang des Hafens. Er berichtete, dass inzwischen die zweite Ausbaustufe der Erneuerung der Gleisanlage im Hafen erreicht sei, welche in großen Teilen durch Förderungen getragen würde.
Dadurch, dass in Berenbusch das einzige Freiladegleis zwischen Hannover und Bielefeld mit der Kapazität eines gesamten Güterzuges entstünde, wäre ein im Vergleich beachtlicher Jahreswarenumschlag von 190.000 metrischen Tonnen möglich. Wilharm rechne damit, dass der Ausbau zeitnah fertiggestellt würde, etwa im September 2021.
„Wir streben ab Oktober 2021 einen regelmäßigen Bahnlieferverkehr mit einer anfänglichen Umschlags-menge von rd. 50.000 t/Jahr an“, so Wilharm.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs begleiteten Völlers und Schauer Wilharm entlang der 450 Meter langen Kaimauer des Hafens. Anschließend präsentierte dieser eine große Freifläche in direkter Nähe zum Hafenbecken. Hier solle etwa 2030 eine Wasserstofftankstelle für Schiffe und gegebenenfalls auch für Züge entstehen. Der restliche Wasserstoff solle an umliegende Gewerbe wie etwa den Omnibusbetrieb Kelder-Reisen weitergegeben werden.
Wilharm unterstrich, dass eine solche Anlage substanziell zur Verbesserung der Emissionen im Hafenbetrieb beitragen würde, Zuschläge aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) jedoch leider noch auf sich warten ließen.
Völlers erläuterte: „Der Ausbau des Hafens Berenbusch ist nicht nur eine große Chance für Schaumburg, sondern kann als Vorbild für den gesamten Binnenschiffhandel in Deutschland dienen. Gerade deswegen erachte ich es als unabdingbar, dass weitere Investitionen in zukunftssichere Treibstoffalternativen getätigt werden und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur dieses nicht blockieren sollte.“





