„Sportliche Aufgabe“: Beratungen zum Vorgehen für die kommunale Wärmeplanung in Bückeburg
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(Bückeburg) Es ist eine Mammutaufgabe, die die Kommunen leisten sollen: Die kommunale Wärmeplanung stellt Verwaltungen vor große Herausforderungen, das steht fest. In Bückeburg wird daher gerade die aktive Bestandsanalyse vorangetrieben, um bis 2026 eine konkrete Planung vorzulegen, die dann in die Umsetzung übergehen könnte.

Bis zum Jahr 2040 sollen die Kommunen eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung ihrer Gebäude erreichen. Bauamtsleiter Björn Sassenberg gibt den Mitglieder des Klima- und Umweltausschusses in der jüngsten Sitzung einen Statusbericht über Fortschritt und Vorgehen: Die aktuelle Bestandsanalyse sei umfangreich und suche primär nach den Antworten auf die Frage, wo zentrale Systeme funktionieren könnten und wo dezentrale Systeme vonnöten sein werden. Das erforderte tatsächlich viel Handarbeit und Unterstützung von außerhalb, unter anderem der Schornsteinfeger-Innung und dem Land Niedersachsen. Zudem sucht die Stadt nach Partnern und entsprechenden Büros, auch im kommunalen Zusammenschluss.

„Es ist ein ehrgeiziger Plan, wenn wir das bis 2026 schaffen möchten“, stellt Sassenberg fest. Bei der Komplexität des Themas müssten zwangsläufig leistungsstarke Partner ins Boot geholt werden. Und auch für Privatmenschen würden die Fragen größer, vorrangig wie es mit der eigenen Heizung weitergehe. „Aktuell stellt sich die Frage: Was ist der Bestand, wo wollen wir hin und wie können wir das erreichen?“ Auch Synergieeffekte sollen ausgemacht werden, etwa durch das Blockheizkraftwerk des Bergbades oder aber Abwärme größerer Betriebe. Cornelia Laasch (Grüne) brachte hier das Beispiel eines Betriebes aus der Kreuzbreite, dessen Wärme aus dem Arbeitsprozessen durchaus dem naheliegendem Fitnessstudio nützlich sein könnte.

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Björn Sassenberg gibt einen Statusbericht zur kommunalen Wärmeplanung in Bückeburg: „Wir erstellen nun einen Fahrplan. Leider haben Kleinstädte dafür weniger Manpower und müssen das quasi nebenbei machen“.

„Wir erstellen nun einen Fahrplan. Leider haben Kleinstädte dafür weniger Manpower und müssen das quasi nebenbei machen“, so Sassenberg über den Status quo. Im Haushaltsplan sind für die Jahre 2024 bis 2026 insgesamt 100.000 Euro für das Projekt vorgesehen. Die Zuschüsse des Landes Niedersachsen werden sich voraussichtlich auf rund 53.000 Euro belaufen. Die Stadtverwaltung plant derzeit, bis zum Sommer dieses Jahres einen geeigneten Projektpartner zu finden – dafür muss entweder die Planungsleistung im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens ausgeschrieben werden oder kann über städtische Partnerunternehmen geleistet werden.

(Text & Foto: nh)

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