(Bückeburg) Ein außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins der Julianen-Kita Hannoversche Straße und der Bundeswehr am Standort Bückeburg sorgte kurz vor Ferienbeginn für Begeisterung und rührte die Herzen der Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen.
Anlass war ein Spendenlauf zu Gunsten eines schwer erkrankten Kindes und seiner Familie, bei dem Krippenkinder, Kindergartenkinder, Mitarbeitende der Kita, Eltern und Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Bundeswehrangehörige zusammen an den Start gingen.
Der Sportplatz des Bundeswehrstandorts bot die perfekte Kulisse für dieses besondere Ereignis. Bei strahlendem Sonnenschein nach anfänglichem Regenguss und unter den aufmunternden Rufen der Zuschauenden drehten die Teilnehmer Runde um Runde und zeigten damit eindrucksvoll, wie stark der Gemeinschaftsgeist in Bückeburg ist. Insgesamt wurden 484 Runden gelaufen – eine beachtliche Leistung, die von den Kleinsten bis hin zu den „Großen“ der Bundeswehr erbracht wurde.
Überwältigender Zusammenhalt
„Während unsere Kleinen Spenden für den Förderverein der Kita erliefen, ging der Erlös der erlaufenen Runden aller Erwachsenen an die betroffene Familie. Dieses Gemeinschaftsprojekt wäre ohne die tatkräftige Planung unseres Fördervereins und meiner Fachkräfte nicht so großartig geworden“, sagt Kita-Leiter Nicolas Vatbois sichtlich stolz.
„Der Zusammenhalt und die Unterstützung für das erkrankte Kind und seine Familie sind überwältigend. Wir sind dankbar für die Hilfe der Bundeswehrangehörigen, die das Gelände in Zusammenarbeit mit dem Betreuungsbüro vorbereitet haben.“ Oberstleutnant Raeke, der für die Organisation seitens der Bundeswehr verantwortlich zeichnete, betonte bei der Vorplanung die Bedeutung der Veranstaltung: „Für uns Soldatinnen und Soldaten sind Kameradschaft und Familie zentrale Werte“.
Die Idee für den Spendenlauf entstand, als bekannt wurde, dass eines der Kinder in der Julianen-Kita an einer schweren Krankheit leidet und die Familie dringend finanzielle Unterstützung benötigt. Der Förderverein der Kita nahm sofort Kontakt mit der Bundeswehr auf, um gemeinsam eine Aktion ins Leben zu rufen, die nicht nur Geld sammelt, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität setzt.
Alle helfen mit
Die Veranstaltung wurde durch zahlreiche Sponsoren unterstützt, die für jede gelaufene Runde einen Betrag spendeten. Fünf regionale Unternehmen, darunter ITT Bornemann GmbH, Heye International GmbH, Autohaus Starnitzke, die Apotheke am Rathaus und die Volksbank in Schaumburg und Nienburg. Großzügig spendeten auch Bürgerbataillon Bückeburg und der TSV Ahnsen. Zusätzlich gab es Verkaufsstände mit vom WEZ Bückeburg gespendeten Brezeln und Getränke zur Versorgung aller, deren Erlös ebenfalls in den Spendentopf floss.
Auch die Eltern der Kita-Kinder zeigten sich tief bewegt. „Es ist einfach überwältigend zu sehen, wie die gesamte Kita, die Mitarbeiter, die Eltern und die Bundeswehrangehörigen hier zusammenhalten und sich für das Schicksal einer Familie einsetzen“, so eine anwesende Mutter im Dialog mit einer Kita-Fachkraft.

Mehr als 2.000 Euro zusammengekommen
Am Ende des Tages konnte allein durch die Sponsoren eine beachtliche Summe von rund 2.300 Euro gesammelt werden, die der Familie des erkrankten Kindes über ein von der Großmutter errichtetes Spendenkonto der Online-Plattform GoFundMe übergeben werden. Die genaue Summe wird in den kommenden Tagen bekannt gegeben, sobald alle Spenden, auch die der Eltern, zusammengezählt sind.
„Der Spendenlauf in Bückeburg war nicht nur ein sportliches Event, sondern vor allem ein Fest der Nächstenliebe und des Zusammenhalts. Er hat gezeigt, dass auch in schwierigen Zeiten auf die Unterstützung der Gemeinschaft Verlass ist. Alle Teilnehmer gingen mit dem guten Gefühl nach Hause, gemeinsam etwas Großes bewegt zu haben – ein Gefühl, das noch lange nachwirken wird“, resümieren die an der Veranstaltung beteiligten Institutionen.
(nh, Foto: pr)




