(Bückeburg) Es ist eine alte Tradition, dass kurz nach Totensonntag die Soldaten der Bundeswehr – bundesweit – von Tür zu Tür gehen und für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Spenden sammeln.
Eine ganz besondere Erfahrung für die oft noch sehr jungen Soldaten, weiß auch Martin Brandt, Stadtmajor des Bürgerbataillons. Auch er ging einst von Tür zu Tür – in einer ihm fremden Stadt, so wie die meisten jungen Soldaten heute auch.
„Oft war das mit etwas Überwindung verbunden, gerade in einem unbekannten Ort mit fremden Menschen. Aber diese Tradition kann eine wunderbare Erfahrung sein, die Menschen zusammen ins Gespräch bringt und den jungen Menschen – so auch mir damals – für immer im Gedächtnis bleibt“, erinnert sich Brandt zurück. Deswegen ist es für ihn und seine Kameraden vom Bürgerbataillon auch Ehrensache, die Soldaten auf ihrer Tour zu unterstützen. Bereits in den vergangenen Jahren war diese Kooperation eine für beide Seiten erfreuliche, 2023 mit einem noch erfreulicherem Rekordergebnis von über 3000 Euro. Daher stand es außer Frage, dass dies auch in diesem Jahr fortgeführt wird.

Am vergangenen Montag haben erneut Soldatinnen und Soldaten der Lehrgruppe B des Internationalen Hubschrauber Ausbildungszentrums gemeinsam mit Angehörigen des Bürgerbataillons die Häusersammlung zu Gunsten des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge durchgeführt. „Diese gemeinsame Sammlung in gemischten Teams wurde in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal durchgeführt und hat sich somit zu einer guten Tradition entwickelt. Für das Bürgerbataillon, das bereits seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft der Bundeswehr pflegt, eine gute Gelegenheit, dieselbe auch mit Leben zu erfüllen, indem wir die jungen Soldatinnen und Soldaten bei diesem Projekt unterstützen konnten“, konstatiert Martin Brandt.
Die Arbeit den Volksbundes steht unter dem Motto „Gemeinsam für den Frieden“. „Angesichts des furchtbaren Krieges in der Ukraine rückt diese Arbeit zunehmend in das Blickfeld und Interesse der Bevölkerung. Dies wurde auch bei der Auftaktsammlung am 16. November sowie bei den Feierlichkeiten anlässlich des Volkstrauertages, an denen sich das Bürgerbataillon ebenfalls beteiligt hat, deutlich“, stellt Brandt fest.

Mit insgesamt 41 Personen, aufgeteilt in 14 Trupps, ging es am Montag nach einem vorherigen, kurzweiligen Vortrag über die Arbeit des Volksbundes los. „Die Resonanz der Menschen, die wir zu Hause besucht haben, war ganz überwiegend sehr positiv, was auch in einem neuen Rekordergebnis von rund 4.500 Euro seinen Ausdruck fand. Wir sind stolz auf dieses tolle Ergebnis und dankbar für die Unterstützung und die Spendenbereitschaft, die wir erfahren haben. Gemeinsam wollen wir dieses Projekt auch in Zukunft fortsetzen“, resümiert der Stadtmajor.
(Text: nh)




