(Bückeburg) Auch 2024 war für den VfL gespickt mit zahlreichen sportlichen Erfolgen und einer positiven Vereinsentwicklung, wie der Vorstand nun im Rahmen der Jahreshauptversammlung bilanzierte.
Auch finanziell ist der Verein gut aufgestellt, lediglich weitere Ehrenamtliche würden den großen organisatorischen Aufwand im Hintergrund erleichtern.
Das vergangene Jahr war geprägt von einem aktiven Spiel- und Trainingsbetrieb, der zahlreiche sportliche Erfolge und bemerkenswerte Ergebnisse hervorbrachte – sehr zur Freude der Vereinsführung, die aber auch anmerkt: „Es ist ein enormer organisatorischer und logistischer Aufwand, der hier Woche für Woche geleistet werden muss. Aber auch ein großer Wert für unsere Gesellschaft, wenn man bedenkt, wie viele Menschen im VfL sportlich aktiv sind und hier teilhaben an einer erfolgreichen Gemeinschaft – insbesondere da über die Hälfte der Aktiven Kinder und Jugendliche sind“, konstatiert VfL-Präsident Martin Brandt. Die Qualität des Trainings wurde durch eine steigende Zahl neuer Übungsleiterlizenzen verbessert, neue Jugendteams im Volleyball wurden gegründet.

Wichtige Großveranstaltungen wie der Schlossparklauf, das Bergbad-Pokal-Schwimmfest und verschiedene Hallenturniere stärken das Gemeinschaftsgefühl und gleichzeitig auch die Außendarstellung des Vereins, stellt Brandt fest. Darüber hinaus wurden zahlreiche Infrastrukturprojekte im Jahnstadion initiiert – doch auch diese Projekte sind immer mit einem großen Aufwand im Hintergrund sowie auch finanziellen Eigenleistungen verbunden. Der Austausch mit anderen Vereinen und Institutionen wird auch weiterhin gefördert, um zukunftsweisend aufgestellt zu sein, und Themen wie Gewalt- und Schutzkonzepte werden mit Weitsicht behandelt und vertieft. „Diese Projekte sollen nachhaltig wirken und einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag für das Miteinander in Bückeburg leisten“, so die Intention des Vorstandes.

Das Präsidium hat sich nicht nur mit sportlichen Fragen beschäftigt, sondern mit grundlegenden Themen wie der gesellschaftlichen Bedeutung von Vereinen. Angesichts politischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und der Gefahr gesellschaftlicher Spaltung ist es wichtig, den Zusammenhalt zu fördern und die Werte der Demokratie zu bewahren, ist sich der Vorstand sicher. „Sportvereine haben die Chance, einen bedeutenden Beitrag zu leisten, indem sie Menschen zusammenbringen, soziale Kontakte schaffen und emotionale Bindungen fördern“, konstatiert Brandt. In Krisenzeiten werde der Wert von Gemeinschaft besonders deutlich, da sich der Trend zum Individualismus umkehre. Breitensportvereine spielen eine entscheidende Rolle, indem sie in schwierigen Zeiten ein Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln. „Es ist wichtig, zu verdeutlichen, dass Werte wie Respekt, Toleranz, Fairness und Rücksichtnahme nicht nur sportliche Grundsätze sind, sondern auch die Eckpfeiler einer funktionierenden Demokratie“, ist sich der VfL-Vorstand sicher.

„Sowohl was die Mitgliederentwicklung betrifft, die Spenden und Sponsoringerlöse, aber auch die Unterstützung durch die Kommune, die wir für unsere Arbeit erhalten haben, zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dieser von vielen als unterstützenswert angesehen wird. Wir haben einen bedeutsamen Stellenwert in Bückeburg und sind ein wichtiger Akteur im gesellschaftlichen Leben. Wir sollten uns weiterhin als einen leistungsstarken Mehrspartenverein verstehen und zusammenhalten. Und wir müssen alle erkennen, dass wir voneinander profitieren, wenn wir uns gegenseitig unterstützen. Dies kann es auch erforderlich machen, Kooperationen mit anderen Vereinen einzugehen“, appelliert Brandt an die Mitglieder.

Ein Blick auf das vereinsinterne Zahlenwerk gibt den Aussagen Brandt recht: Finanziell muss sich der Verein keine großen Sorgen machen – zwar sind die Ausgaben im Vergleich zu den Vorjahren, die durch die Pandemie geprägt waren, wieder angestiegen – dies begründet sich aber hauptsächlich durch einen durchgängigen und regen Spiel- und Trainingsbetrieb. Die Einnahmen zeigen sich solide und konnten gestärkt werden, durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring sowie den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb kommen regelmäßige Beträge in die Kassen. „Viele Abteilungen haben das in der Pandemie aufgesparte Guthaben nun genutzt und es satzungsgemäßen Zwecken des Vereins zugeführt. Das erhält die Substanz unseres Vereins“, stellt Vizepräsident Finanzen, Heiner Rösener, fest. Auch die Mitgliederzahlen erweisen sich als grundsolide: Die Gesamtmitgliederzahl konnte von 1549 auf 1622 gesteigert werden. Allein die Fußballabteilung erlebte einen Zuwachs von 37 Mitgliedern, auch in der Abteilung Turnen/Fitness/Gesundheit konnte die Mitgliederzahl um 15 gesteigert werden. Vor allen Dingen das Kinderturnen erfreut sich hier einer großen Resonanz. Die Schwimmabteilung konnte ebenfalls 20 neue Mitglieder für sich verbuchen. Mit Blick auf die Altersklassen wird deutlich: den größten Zulauf erfährt der VfL bei den jungen Mitgliedern (+78) zwischen 0 und 18 Jahren sowie bei den Senioren (+15). Einen letzten Appell richtet der Vorstand noch an seine Mitglieder: Um weiterhin dass sportliche Angebot auf dem derzeitigen Level halten zu können oder zu verbessern, werden mehr Ehrenamtliche und Übungsleiter benötigt. „Macht Werbung für Lizenzen und das Ehrenamt!“
(Text & Foto: nh)




