Meerbeck: Feuerwehr, Rettungsdienst und DRK üben Zusammenarbeit an der Erlen-Residenz
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(Meerbeck) Es ist ungefähr 16:15 Uhr am Freitagnachmittag. Gemeindebrandmeister Gregor Zimmermann greift zur Spraydose und startet zusätzlich eine Nebelmaschine.

Zuvor wurden die Übungsbeobachter, die Verletztendarsteller und weitere Helfer in die Lage eingewiesen. Dann ertönt der Alarmton der Brandmeldeanlage (BMA) in der EMIDA Erlen-Residenz in Meerbeck. Die Auslösung der BMA schlägt in der Integrierten Regionalleitstelle in Stadthagen auf, diese alarmieren die Rettungskräfte.

Atemschutzgeräteträger befinden sich in Bereitstellung und werden nach und nach abgerufen.

Hauke Heinitz und Gregor Zimmermann gaben als Lage vor, dass es im Bereich der Lüftungsanlage auf dem Dach zu einem Brand gekommen sei. Brandrauch zieht durch Ventilation in den Innenbereich des Gebäudes im 3. Obergeschoss. Eine unbekannte Anzahl von Personen befindet sich im östlichen Gebäudeteil. Aufgrund der ausgelösten Brandmeldeanlage werden die Feuerwehren der Samtgemeinde Niedernwöhren und die Hubrettungsbühne samt Tanklöschfahrzeug und Einsatzleitwagen der Feuerwehr Stadthagen nach Meerbeck alarmiert.

Die Hubrettungsbühne.

Die Feuerwehren begannen sofort mit der Erkundung der Lage. Parallel wurde die Menschenrettung und Brandbekämpfung eingeleitet. Atemschutztrupps rüsteten sich aus, um die Bewohner aus dem 3. Obergeschoss zu retten. Die Hubrettungsbühne ging ebenfalls in Stellung.

Der DRK Einsatzzug errichtet ein Betreuungszelt für die „Bewohner“.

Einige Bewohner saßen im Rollstuhl oder konnten sich nur mit Rollatoren fortbewegen, andere wiederum waren bettlägerig und mussten samt Matratze gerettet werden. Über einen Treppenraum wurden die Personen nach und nach aus dem 3. Obergeschoss gerettet. Aufgrund der Lage wurden neben dem DRK Rettungsdienst Schaumburg, der DRK Einsatzzug zur Betreuung der Bewohner sowie die Örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst des Landkreises mit einer leitenden Notärztin alarmiert. Die Feuerwehren führten die geretteten Personen dem Rettungsdienst zur Sichtung vor. Der Rettungsdienst nahm eine Triage – eine Priorisierung nach Verletzungsmuster – vor. Der DRK Einsatzzug baute zwischenzeitlich ein Betreuungszelt auf. Nachdem alle elf Personen gerettet, durch das DRK versorgt waren und der Brand gelöscht war, gab Gregor Zimmermann das Übungsende bekannt.

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Der Rettungsdienst sichtet und versorgt die Verletzten.

„Besonders bedanken möchten wir uns bei der Erlen-Residenz, dass wir diese Übung durchführen konnten. Wir konnten neue Erkenntnisse bei diesem für uns relativ neuen Objekt gewinnen. Die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten und mit der Heimleitung hat sehr gut geklappt“, so Zimmermann und Heinitz bei einer kurzen Nachbesprechung.

 

Die Feuerwehr bringt die Verletzten aus dem Gebäude und führt sie der Verletztensammelstelle zu.

Eine ausführliche Nachbesprechung folgt später. Insgesamt waren 124 Einsatzkräfte der Feuerwehren, der Örtlichen Einsatzleitung Rettungsdienst, des DRK Rettungsdienstes und DRK Einsatzzuges an der Übung beteiligt. Hinzu kamen noch ca. 25 Personen, die unter anderem als Verletztendarsteller oder Übungsbeobachter tätig waren.

(Quelle & Fotos: Team Presse Kreisfeuerwehr)

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