Doppelte Ladung Kunst: „Open Art“ im Juni zwei Mal in Bückeburg
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(Bückeburg) Der Volksmund hat in vielen Lebenslagen einen Tipp parat.

So weiß er zum Beispiel, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern allenfalls falsche Kleidung. Den Künstlern bei der Mai-Ausgabe von „Open Art“, dem beliebten Frischluft-Kunstmarkt im Herzen Bückeburgs, war diese Argumentation allerdings nicht standfest genug.

Der Wettergott meinte es am 1. Juni gut mit den Künstlern von „Open Art“.

Als sich die Regenwolken am 25. Mai über der ehemaligen Residenzstadt zusammenrafften, um ergiebig abzuregnen, mochten selbst die hartgesottenen Kunstschaffenden ihre Ausstellungen nicht aufbauen. Kurzerhand wurde „Open Art“ auf den 1. Juni verschoben.

Am meteorologischen Sommeranfang gab es nun also eine leicht verkleinerte Kunstausstellung auf dem Marktplatz zu sehen – mit Teilnehmern, die man aus der Vergangenheit bereits gewohnt ist. Und dennoch durften sich Besucher auf die eine oder andere Neuigkeit freuen. So freute sich Chef-Organisator Moreno Ciotti, neben dem „Dauergast“ Peter Spielmann und seiner Bildhauerkunst auch Rolf Dittmann als Aussteller in Sachen Metall-Kunst begrüßen zu dürfen.

Links: Peter Spielmann mit „Renzo“, rechts: Rolf Dittmann.

„Spielmann und Dittmann“ bildeten nicht nur räumlich eine Einheit. Die beiden Künstler verbindet auch eine schöpferische, respektvolle Gemeinschaft, die sie auch zu „Kunst-Duetten“ inspiriert. So gab es zum Beispiel die Skulptur eines Stein-Hasen mit Metall-Ohren zu sehen. Wie zu erfahren war, gab ein Besucher des Weihnachtszaubers das gute Stück in Auftrag. Und da man den filigranen Ohren aus Stein keine besonders lange Lebensdauer prophezeite, stand kurzerhand Rolf Dittmann zur Seite und konstruierte die Hasenohren aus Metall.

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Der Stein-Hase hat Ohren aus Metall. Das Werk ist das Ergebnis der Kooperation zwischen Peter Spielmann und Rolf Dittmann.

Dittmann wiederum erklärte die Entstehungsgeschichte seines dreistufigen Metallkunstwerks, von dem Beginn des Lebens über das Alter und das Verrinnen der Zeit bis hin zur Vergänglichkeit und dem Lebensende, symbolisiert mit einer Sense und der Blume, die langsam ihre Blütenblätter verliert.

Vera Pankowa zeigte Acrylmalereien und Kerzen aus Sojawachs.

Durch die Terminverschiebung ergab sich ganz unfreiwillig auch eine Premiere – erstmals findet „Open Art“ an zwei Terminen in einem Monat statt. Genau 14 Tage später, also am 15. Juni, schlägt der Kunstmarkt seine Zelte unter freiem Himmel erneut auf.

Justine Brückner zeigte Keramikgefäße in allen Formen und Farben, zum ersten Mal bei „Open Art“.

Man darf gespannt sein, welche Werke die Teilnehmer aus Moreno Ciottis Kunstnetzwerk an diesem Termin präsentieren werden. Fest steht auf jeden Fall: „Open Art“ ist immer für eine Überraschung gut.

(vu)

Immer gut gelaunt: Open-Art-Cheforganisator Moreno Ciotti mit Künstlerin Regina Müller-Lipke aus Rinteln.
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