(Rodenberg) Im Zuge der Baumaßnahmen in den Gebäuden der Julius-Rodenberg-Grundschule und Förderschule Am Deister in Rodenberg an der Langen Straße sind Schadstoff-Gutachten erstellt worden, die aus Gründen der Arbeitssicherheit vorgeschrieben sind.
Das teilte der Landkreis Schaumburg in einer Presseinformation mit.
In diesem Rahmen wurde festgestellt, dass in der Vergangenheit in einigen Räumen asbesthaltige Spachtelmasse für die Wände und asbesthaltiger Kleber für die Böden verwendet wurden. Die Dämmmaterialien in den Wänden und Decken bestehen zum Teil aus künstlichen Mineralfasern (KMF). „Alle Stoffe sind unbedenklich, solange sie gebunden sind oder sich hinter Deckenverkleidungen befinden. Unterricht kann in diesen Räumen wie bisher uneingeschränkt stattfinden!“, heißt es von Seiten des Landkreises.
Ein Problem stellen diese Stoffe erst dar, wenn sie bearbeitet werden. An dieser Stelle greift der Arbeitsschutz und es muss zunächst eine fachgerechte Entsorgung der belasteten Materialien stattfinden. Dieses hat Einfluss auf die im Weiteren geplanten Baumaßnahmen. Bevor nun die für die Schulen angedachten Baumaßnahmen, die in den Sommerferien beginnen sollten, in Angriff genommen werden können, ist zunächst eine ordnungsgemäße Sanierung der betroffenen Gebäudeteile im Altbau der Grundschule und im Verbindungstrakt zur Förderschule erforderlich, die nun beauftragt wird.
Erst Sanierung, dann Umbau
Für die Schulen bedeutet dies, dass sich die Baumaßnahmen in die Länge ziehen werden. Derzeit prüfen die beteiligten Ingenieurbüros und Architekten gemeinsam mit den Bauämtern des Landkreises und der Samtgemeinde Rodenberg, wie die Bauzeit gestaltet und für die Schulen überbrückt werden kann.
Angesichts der Tatsache, dass die räumliche Situation im Gebäude ohnehin beengt ist und 2026 ein Ganztagsbereich für die Grundschule erforderlich wird, werden derzeit verschiedene Örtlichkeiten dahingehend untersucht, ob man dort mobile Klassen- und Funktionsräume erstellen kann. Die Schulleitungen beider Schulen sind im Bilde und werden über die Maßnahmen auf dem Laufenden gehalten.
Es wird durch die Maßnahmen Einschränkungen im Unterrichtsbetrieb geben, da Klassen zeitweise ausgelagert werden müssen und dadurch zusätzliche Wege entstehen können. „Sorgen hinsichtlich gesundheitlicher Gefahren müssen sich Lehrkräfte, andere Bedienstete, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler nicht machen“, erklärt der Landkreis weiter. Über den Fortgang der Arbeiten und Maßnahmen wird zu gegebener Zeit berichtet werden.
(pr)




