(Bückeburg) Mehr geht nicht: Bis zum Ende der Langen Nacht der Kultur war die Innenstadt von Bückeburg pickepackevoll mit Menschen.
Die Mischung aus einem breit aufgestellten Programm, grandiosem Wetter und einer gelungenen Organisation sorgte bei vielen tausend Besuchern für Begeisterung.

Als Bürgermeister Axel Wohlgemuth und sein zweiter Stellvertreter Albert Brüggemann am Freitagabend um 18 Uhr die Lange Nacht der Kultur offiziell eröffneten, keimte beim Publikum zunächst die Hoffnung auf einen „Bürgermeister-Tanz“ auf. Doch Brüggemann klagte über einen Hexenschuss, Wohlgemuth räumte ein, das falsche Schuhwerk zu tragen – so blieb es nach der scherzhaften Einleitung bei Worten zur Begrüßung.

Viele helfende Hände haben im Vorfeld mitgearbeitet, damit es überall in der Bückeburger Innenstadt wieder so richtig kulturell hochwertig zugehen konnte. Aus insgesamt 122 Programmpunkten die besten herauszufiltern und auch wahrzunehmen, gestaltete sich angesichts des großen Andrangs als gar nicht so einfach. Manchmal stand man bei einer Lesung oder einer musikalischen Darbietung vor verschlossenen Türen, so stark war das Interesse.

Davon zeugte auch die Meldung der Tourist-Info am späten Abend. Mehr als 3.500 Eintrittsbändchen wurden verkauft und damit mehr als in den Jahren zuvor. Nachfolgende Besucher erhielten einen Stempel auf den Handrücken, womit diese Zahl dann noch einmal nach oben korrigiert werden muss.

Ob man nun nach einem festen Plan vorgegangen war oder sich einfach von der urlaubsähnlichen Atmosphäre des wunderbar lauen, hochsommerähnlichen Abends durch das Meer kultureller Angebote wie Lesungen, Konzerten, Vorträgen und Theaterdarbietungen treiben ließ – an diesem Freitag war wirklich für jeden etwas dabei.
Auch in den Nachbarstädten weiß man die Lange Nacht der Kultur zu schätzen, ergänzte Brüggemann daher am Anfang des Abends.

Während die „Lange Nacht“ nur bis Freitagmitternacht dauerte, stellte sie – wie im Vorjahr – den Auftakt zu einem dreitägigen Kunst-Happening in und um die Wagenremise dar, das noch bis einschließlich Sonntag besucht werden kann. Hier gesellten sich die bekannten Gesichter von „Open Art“ zu Kunstschaffenden und Musikern.

Mit einer Weinbar und einem Kaffee-Kiosk gab es Spritziges und Anregendes für Leib und Seele, während vor der Remise im Pizzawagen von „FeliciMo“, den man sonst vom Kaufland-Parkplatz kennt, superleckere Pizzen nach neapolitanischer Art in Handarbeit gezaubert wurden.


Traditionell fand um 23 Uhr das große Abschlusskonzert auf dem Marktplatz statt. Und während sich eine Menschenmenge den Weg in die Stadtmitte bahnte, zog es wiederum weitere Besucher ins Innere des Schlosses. Hier bahnte sich Hochkarätiges an: Die Sopranistin Anastasia Karaieva und Pianistin Oleksandra Kiktenko, zwei Talente aus der Ukraine, die in Hannover Musik studieren, begeisterten ihr Publikum mit einem beeindruckenden Abschluss des Abends inmitten der historischen Schlossmauern. Dafür gab es „Standing Ovations“ und Selfies mit den Musikerinnen – mehr geht nun wirklich nicht.
(vu)




























































