Vier Ortsratsmitglieder und ein Ortsvorsteher von der Bergkette im freiwilligen Arbeitseinsatz
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(Wendthagen-Ehlen/Bergkette) Seit 2020 schmückt, dank dem Wunsch der damaligen Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller, immer ein von Privatpersonen gesponserter Weihnachtsbaum den Dorfplatz. Dazwischen befindet sich der Gedenkstein zum 775. Dorfjubiläum aus dem Jahre 2009 und das in Stadthagen einzigartige Fachwerkbushäuschen aus dem Jahr 2006.

Abmessen der notwendigen Lochtiefe für das noch ungekürzte Rohr.

Nur im vergangenen Jahr besiegelte ein starker Wind die Daseinsberechtigung des Weihnachtsbaumes. Ein Wintersturm riss ihn aus seiner Verankerung in einer oberirdischen Hülse und seinen drei vorschriftmäßigen Seilbefestigungen. Er lag dann auf der viel befahrenen Hauptstraße. Zu Schaden kam niemand. Aber eine bessere Lösung zur Standsicherheit des Baumes musste gefunden werden.

Das Loch für die Rohrhülse ist gebohrt. Von links nach rechts: Wilfried Langemeier, Dennis Dreyer, Sven Auhage, Jörg Ostermeier und Michael Koller.

 

 

Wie im größten Stadthäger Ortsteil üblich, wurde nicht lange debattiert: Es wurde im Ortsrat eine einfache und kostengünstige Lösung gesucht: Ein um etwa 50 bis 60 Zentimeter in die Erde eingelassenes Rohr als zukünftige sichere Halterung auf dem angestammten Platz für den dörflichen Weihnachtsbaum. Das Rohr wurde von dem Baggerbetrieb Vehling aus Helpsen gespendet. Nachdem klar war, dass durch das Ausheben bzw. Bohren des Erdbohrers am Minibagger des Ortsbürgermeisters Michael Koller keine Versorgungsleitungen beschädigt werden würden, genehmigte die Verwaltung den ausgesuchten Platz.

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Das Rohr ist auf die Länge von 50 cm gekürzt: Michael Koller bohrt Löcher für dessen sichere Verankerung.

Jüngst war es soweit. Ortsbürgermeister Koller, sein Stellvertreter Jörg Ostermeier, die Ortsratsmitglieder Sven Auhage und Wilfried Langemeier sowie der Ortsvorsteher aus Krebshagen, Dennis Dreyer, brachten ihre Spaten, Schaufeln und den Minibagger zum Einsatz. In gut anderthalb Stunden hatten die fünf Volksvertreter ihre Arbeit für den Steuerzahler kostenfrei erledigt.

Dazu Michael Koller: „Im Dorf muss und soll man nicht immer auf die Umsetzung durch Verwaltung und Fachbetriebe durch ausschließlich Steuergelder warten, man setzt auf kostenfreie eigene Arbeit und auf Spenden zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Gute Beispiele hier auf dem Dorfplatz, sind das vor 19 Jahren im November 2006 eingeweihte Buswartehäuschen und der im Dezember 2009 zum 775jährigen Jubiläum von Wendthagen errichtete Gedenkstein. Beides hatte die damalige Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller, meine Mutter, angeregt, Spenden akquiriert und umgesetzt“.

Arbeit erledigt: Das Rohr als Halterung für den Weihnachtsbaum ist sicher im Erdreich eingesetzt.

Der diesjährige Weihnachtsbaum wird übrigens auch gespendet und von Dennis Dreyer und Michael Koller in der neuen sicheren Halterung platziert. Leider ist kein nutzbarer Stromanschluss für die Lichterketten vorhanden. Vielleicht eine Aufgabe für spätere Jahre?!

(pr/Fotos: Bernd Koller)

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