(Evesen) Schlechte Nachrichten aus Bückeburg: Die Bahnbrücke „Hoher Weg“ im Ortsteil Evesen wird nicht mehr freigegeben.
Darüber informierte jetzt die Stadtverwaltung.
Zur Erinnerung: Im Juni 2025 ist eine Hauptprüfung an der Brücke durchgeführt worden. Ergebnis war ein nicht ausreichender Zustand, die Brücke wurde vorübergehend für den Verkehr gesperrt wurde (wir berichteten).
Im Zuge dieser Prüfung wurden deutliche Schadensausweitungen der bereits in 2019 vorhandenen Schäden festgestellt, so die Verwaltung. Die mit Korrosionsschutz versehenen freilegenden Bewehrungsstähle korrodieren trotz Beschichtung, der Beton ist angrenzend an die bereits abgeplatzten Bereiche hohlklingend. Im Zuge der Prüfung des Bauwerks wurden lose Bestandteile soweit wie möglich von Hand, unter Einsatz von Hammer und Meißel, entfernt.
Wegen der begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit innerhalb der Gleissperrpause und der eingeschränkten Möglichkeiten konnte nicht sichergestellt werden, dass alle losen Bestandteile entfernt wurden. Eine weitere Schadensausweitung konnten nicht ausgeschlossen werden. Somit wurde besprochen, dass die Brückenunterseite erneut bearbeitet werden sollte.

Experten empfehlen: Sperrung beibehalten
Diese Arbeiten fanden am 7./8. und am 14./15.12.2025 statt. Hier wurden erneut lose Betonteile von der Brückenunterseite entfernt und die freiliegenden Bauteile teilweise mit Korrosionsschutz behandelt. Nach den durchgeführten Arbeiten resümiert das beauftragte Büro in seinem nun vorliegenden Bericht, dass infolge des tatsächlich vorgefundenen Zustandes des Gerber-Gelenks, dem großflächigen Betonabtrag, der damit verbundenen Reduzierung des Betonquerschnitts sowie der Korrosion mit Querschnittsschwächung des Betonstahls empfohlen wird, die bestehende Sperrung des Bauwerkes für den KFZ-Verkehr aufrecht zu erhalten.

Bürgermeister Axel Wohlgemuth erklärt, dass er die Aufrechterhaltung der Sperrung sehr bedauerlich finde: „Um die Sicherheit für den Verkehr und den Bahnbetrieb zu gewährleisten, kann die Brücke bis zum geplanten Abbruch im Sommer 2027 leider nicht freigegeben werden. Die Sicherheit aller Beteiligten müssen wir den Vorrang einräumen, auch wenn dadurch Umwege und Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen.“
(pr)





