Baustellenplanung für die Sanierung des Meinser Kindergartens und Grundschule vorgestellt
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(Meinsen) Es wird etwas enger, etwas komplizierter und die Wege werden für manch einen etwas länger. Dennoch soll die Großbausteller am Meinser Schulzentrum für alle, Kinder und Eltern sowie Passanten, sicher sein.

Die Baustellenplanung rund um die Sanierung von Grundschule und Kindergarten in Meinsen ist nicht ganz einfach, dennoch sind Bauamt und Architektenbüro zu einer vernünftigen Lösung gelangt, die den interessierten Bürgern nun öffentlich vorgestellt wurde.

Rund 20 interessierte Anwohner und Eltern kamen zur Baustellenvorstellung für die Grundschul- und Kindergartensanierung in Meinsen.

„Wir haben Großes vor in Meinsen“, konstatiert Bauamtsleiter Björn Sassenberg zur geplanten Sanierung. Gemeinsam mit Martin Müller vom Architekturbüro MM aus Hannover soll ein neuer, moderner Lernort für die Kleinen entstehen. Bis dahin wird jedoch noch einiges an Zeit vergehen – richtig los mit der Sanierung der Bestandgebäude wird es im Sommer gehen. Dadurch, dass Kindergarten und Schule unter einem Dach beherbergt sind und zudem weiterhin die Erreichbarkeit der Interimsschule geleistet sein muss, stellt sich die Baustellenplanung etwas komplizierter dar. Dabei gibt es viele Betroffene: Eltern und Kinder, das Lehrpersonal, Nutzer der Sporthalle und natürlich die Anwohner.

So viel ist sicher: Der Platz für die Baustelle ist knapp, sodass die Wege eng werden. Dennoch soll alles so sicher wie möglich sein, sodass der Baustellenbereich, zugänglich von der Straße „Zu den Brücken“ über den Wiedenhof, für den Fußgänger- und Autoverkehr abgesperrt werde. Wer zur Interimsschule möchte, muss einen anderen Weg gehen. Eine Alternative geht über den Mühlengrund und Linsenbrink, wo der vorhandene Weg noch ausgebessert werden soll. Zudem soll für die Eltern der Kindergartenkinder, die mit dem Auto kommen, im Bereich Meinser Straße/Linsenbrink ein Ersatzparkplatz geschaffen werden, damit die Eltern ihre Kinder den 250 Meter langen Fußweg begleiten können. Zudem ist die Schaffung weiterer Parkbuchten an der Warberschen Straße im Gespräch. Der Zugang über den Weidenhof von der Warberschen Straße aus wird weiterhin fußläufig begehbar sein – Schüler und Kindergartenkinder kommen hier sicher und ungehindert zur Bildungseinrichtung.

Kinder und Eltern müssen Umwege einplanen

Bauamtsleiter Björn Sassenberg erläuterte die nicht unkomplizierten Planungen: „Die optimale Lösung werden wir nicht bekommen.“

Über den Weg „An der Schule“ kommen die Kinder hingegen nicht mehr weiter – durch die Baustelle wird hier der Zugang zur Interimsschule verhindert. Die anwesenden Eltern und Anwohner äußerten einige Bedenken an der Planung, etwa dass die bereits vorhandenen Parkflächen entlang der Warberschen Straße immer durch Patienten der Arztpraxis belegt seien – auch neue Plätze, die dort geschaffen würden, wären demnach ab morgens direkt wieder belegt.

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Die Erreichbarkeit der Interimsschule ist auch nach dem Sommer geleistet – jedoch müssen Kinder und Eltern einige Umwege in Kauf nehmen.

Lennard Braun, Fachgebietsleiter Bürgerservice bei der Stadt Bückeburg, stellte ebenfalls in Aussicht, dass an der langen Bushaltestelle am Weidenhof noch etwas abgeknapst werden könne, um zusätzliche Parkmöglichkeiten a la „Kiss and Ride“ zu schaffen. Auch der Friedhofsparkplatz würde zur Verfügung stehen. „Es ist klar, die optimale Lösung werden wir nicht bekommen. Aber wir versuchen unser Bestes, die Baustelle und das Verkehrsgeschehen drumherum zu steuern – auch wenn es bestimmt anfangs an der einen oder andern Stelle etwas ruckeln wird“, machte Sassenberg deutlich.

„Wenn es gut läuft, starten wir direkt diesen Juni und sind im Juni 2027 mit der Maßnahme fertig“, so Martin Müller von MM Architekten. „Wir können hier effektiver arbeiten als beispielsweise an der Grundschule am Harrl, da wir nicht während des laufenden Schulbetriebes arbeiten müssen“, fügte Sassenberg hinzu.

Baustart des komplizierten Unterfangens ist im Sommer

Den Anliegern an der Baustelle versicherte er zudem: „Sie haben die Baustelle vor ihrer Tür und wir achten penibel auf eventuelle Auswirkungen und Schäden“. Dafür werde eine Bestandsaufnahme gemacht und detailliert mit dem Status nach der Baumaßnahme verglichen, bestätigt auch Architekt Müller. Die ersten Baustellenvorbereitungen werden bereits im April in Angriff genommen, bevor im Juni dann die großen Maßnahmen beginnen. Unter anderem wird am Bestandsgebäude der Nordflügel zugunsten eines zentralen Neubaus in Holzbauweise abgerissen. Der Kindergarten soll an Ort und Stelle bleiben und wird durch neue Sanitär- und Küchenanlagen ergänzt. Gründächer und PV-Anlagen sorgen für eine gute Ökobilanz und werden zudem mit einem einstelligen Millionenbetrag gefördert. Die Elternschaft soll zudem ab sofort über den Baufortschritt und weitere sie betreffende Maßnahmen in regelmäßigen Elternbriefen informiert werden, verspricht die Verwaltung.

Ab Juli soll der Abbruch stattfinden und die Baumaßnahme nimmt dann richtig Fahrt auf. Bis Juni 2027 soll die Sanierung von Grundschule und Kindergarten abgeschlossen sein.

Und auch die Bürgerschaft und der Ortsrat bleiben nicht inaktiv: In Eigenleistung möchten einige Anwohner den Linsenbrink pflastern, um hier künftig für die Kinder für zusätzliche Sicherheit zu sorgen, erklärte Ortsbürgermeister Andreas Paul Schöniger abschließend.

(Text & Foto: nh)

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