SPD Bückeburg fordert mehr Grün in der Stadt: Entsiegelung als Klimaschutzmaßnahme
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(Bückeburg) Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bückeburg fordert konkrete Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel:

Versiegelte Flächen im Stadtgebiet sollen überprüft, entsiegelt und begrünt werden. Ziel ist es, das Stadtklima zu verbessern, die Infrastruktur widerstandsfähiger gegen Starkregen zu machen und die Aufenthaltsqualität zu steigern.

In ihrem Antrag an den Stadtrat betont die SPD, dass versiegelte Flächen – wie asphaltierte Plätze oder betonierte Wege – kein Wasser aufnehmen können. Bei Starkregen steige dadurch die Gefahr von Überschwemmungen. Entsiegelte Böden hingegen könnten Wasser aufnehmen, das Grundwasser auffüllen und die Kanalisation entlasten.

 

Neue Lebensräume und besseres Mikroklima

Zudem schaffen begrünte Flächen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere, verbessern das Mikroklima durch Verdunstungskühle und tragen zur Luftreinigung bei. Auch die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt steigt durch Schatten spendende Bäume und grüne Oasen. Die SPD verweist in diesem Zusammenhang auf das bestehende Innenstadtkonzept von 1988 sowie das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), in dem sich der Wunsch der Bürger nach mehr Grün im öffentlichen Raum widerspiegelt.

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Baum vor „TEDI“-Filiale soll wieder angepflanzt werden

Konkret fordern die Sozialdemokraten unter anderem, den Baum vor der TEDI-Filiale in der Langen Straße im Zuge der Baumsanierung wieder anzupflanzen – als symbolischen ersten Schritt. Darüber hinaus soll die Verwaltung geeignete Flächen für Entsiegelung und neue Baumquartiere benennen. Hintergrund ist auch eine gesetzliche Vorgabe: Laut Niedersächsischem Klimagesetz (NKlimaG) müssen Kommunen bis Ende 2026 ein Entsiegelungskataster erstellen.

In dieser Fotomontage zeigt die SPD, wie sich zusätzliche Bäume in die Fußgängerzone einfügen könnten.
Eine weitere Fotomontage.

Bäume bereits 2021 beschlossen

Bereits 2021 hatte die SPD laut Antrag zudem temporäre Pflanzkübel mit Bäumen für die Innenstadt vorgeschlagen. Obwohl der Antrag damals angenommen wurde und Gelder bereitstanden, sei die Umsetzung bislang ausgeblieben, heißt es. Als Vorbild nennt die Fraktion die Stadt Bonn, die mit mobilen Baumkübeln erfolgreich neue Akzente im Stadtbild gesetzt habe.

Angesichts knapper Kassen regt die SPD an, gezielt Fördermittel einzuwerben und nachhaltige Begrünungsmaßnahmen langfristig zu planen. Zudem fordern die Sozialdemokraten von der Stadtverwaltung eine Strategie, wie sich der notwendige Wohnungsbau mit den Zielen des Flächensparens und der Begrünung vereinbaren lässt.

(pr)

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