(Bückeburg) Die Landeskirche Schaumburg-Lippe warnt eindringlich vor aktuell kursierenden betrügerischen Anrufen, bei denen sich Unbekannte als Vertreter der Landeskirche ausgeben. In diesen Anrufen werden die Angerufenen um Spenden gebeten und dazu aufgefordert, verschiedene Internetseiten zu besuchen.
Besonders perfide: Die Betrüger werben damit, dass Spender in der Presse veröffentlicht werden und ein persönliches Gespräch mit dem Stadthäger Bürgermeister Oliver Theiß führen könnten. Die Landeskirche stellt klar, dass sie niemals telefonisch um Spenden bittet und auch kein Unternehmen mit derartigen Anrufen beauftragt hat.
Betrügerische Anrufe erkennen – So schützen Sie sich
Betrügerische Anrufe, auch als „Phishing“ oder „Telefonbetrug“ bekannt, nehmen bundesweit zu. Ziel der Täter ist es, das Vertrauen der Angerufenen zu erschleichen, um an persönliche Daten oder Geld zu gelangen. Oft werden dabei gezielt ältere Menschen oder Menschen mit kirchlichem Engagement angesprochen. Die Landeskirche empfiehlt daher: Beenden Sie solche Gespräche umgehend, notieren Sie – wenn möglich – die angezeigte Telefonnummer und öffnen Sie keine Ihnen unbekannten Webseiten.
Was tun im Verdachtsfall?
Wer einen solchen Anruf erhält, sollte keinerlei persönliche Informationen preisgeben und keine Zahlungen leisten. Im Verdachtsfall rät die Landeskirche, sich direkt mit ihrer Gemeindeverwaltung in Verbindung zu setzen und den Vorfall zu melden. Zudem kann eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden, um andere vor ähnlichen Betrugsversuchen zu schützen.
Natalie Bschor, stellvertretende Pressesprecherin der Landeskirche, appelliert: „Bitte geben Sie diese Warnung auch an Freunde, Nachbarn und Gemeindemitglieder weiter, um möglichst viele Menschen vor Schaden zu bewahren.“ Mit Blick auf verdächtige Anrufe, bei denen persönliche Daten abgefragt werden, rät sie: „Zögern Sie nicht, im Zweifelsfall einfach aufzulegen. In solchen Situationen ist es vollkommen in Ordnung, unhöflich zu sein und das Gespräch abrupt zu beenden.“
(Update: Weitere konkrete Fälle aus den Gemeinden wurden gemeldet)
Die Landeskirche Schaumburg-Lippe informiert in einer weiteren Pressemitteilung am Freitag über aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit betrügerischen Anrufen, die im Namen der Landeskirche erfolgen. Der Pressestelle sind konkrete Fälle aus den Gemeinden gemeldet worden.
So wurde ein Pastor i.R. aus Sülbeck am 1. Juli 2025 von einer unbekannten Nummer kontaktiert. Bereits am 30. Juni 2025 erhielt der Ehemann einer Mitarbeiterin der Landeskirche einen ähnlichen Anruf, diesmal von einer Mobilfunknummer, die der Polizei übermittelt wurde.
In beiden Fällen gab sich der Anrufer als Vertreter der Schaumburg-Lippischen Landeskirche aus, nannte jedoch keinen Namen. Als Grund für den Anruf wurde eine angebliche Spendensammlung für die Jugendarbeit genannt. Die Angerufenen wurden aufgefordert, eine Internetseite aufzurufen, deren genaue Adresse jedoch nicht bekannt ist. Besonders auffällig: Der Anrufer sprach akzentfreies Hochdeutsch, wirkte in beiden Gesprächen schüchtern und nuschelte. Im einem der Gespräche wurde zudem behauptet, die Spenden seien für ein „Sportmobil“ bestimmt, das dazu beitragen solle, „die Jugendlichen vom Handy wegzubekommen“.
Die Landeskirche weist erneut ausdrücklich darauf hin, dass sie niemals telefonisch um Spenden bittet oder zu Internetseiten weiterleitet. Es scheint, dass gezielt Personen angerufen werden, die in Verbindung zur Landeskirche stehen. Die Pressestelle bittet daher alle Gemeindemitglieder und Mitarbeitenden, besonders wachsam zu sein und verdächtige Anrufe umgehend zu melden.
Natalie Bschor, stellvertretende Pressesprecherin der Landeskirche betont: „Wir appellieren ausdrücklich nicht nur an unsere Gemeindemitglieder und Mitarbeitenden, sondern an alle Menschen in der Region: Seien Sie wachsam und reagieren Sie bei verdächtigen Anrufen mit besonderer Vorsicht. Betrügerische Anrufe können grundsätzlich jeden treffen – unabhängig von einer kirchlichen Zugehörigkeit.“
Wer einen solchen Anruf erhält oder beobachtet, sollte dies umgehend der Polizei und gegebenenfalls auch der Landeskirche melden.
(pr)




