Stand der Dinge: Fischaufstiegshilfe an der Wehranlage Warber
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(Bückeburg) Die Wehranlage Warber in Bückeburg wurde bereits in den Jahren 2001/2002 ökologisch umgestaltet. Ziel der Maßnahme war neben der Verbesserung des Hochwasserschutzes vor allem die Durchgängigkeit für Fische und andere Gewässerlebewesen zu sichern. Die Umsetzung erfolgte durch den Landkreis Schaumburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Bückeburg und wurde durch EU- sowie Landesmittel finanziert.

Das 2005 gemeinsam vom Landkreis Schaumburg und den Anrainerkommunen erstellte Hochwasserschutzkonzept „Bückeburger Aue“ bildet die Grundlage für weitergehende Schutzmaßnahmen entlang des Gewässers. Die Stadt Bückeburg hat bereits zwei Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes erfolgreich umgesetzt.

Die Betreuung der Wehranlage sowie die regelmäßige Funktionskontrolle obliegt dem Landkreis Schaumburg. Zuletzt wurden im Februar 2025 Wartungsarbeiten durchgeführt, bei denen kleinere Ablagerungen in der Fischtreppe beseitigt wurden.

Im Verlauf der Fischtreppe mussten Baumhütten entfernt werden, die von Kindern als naturnaher Spielort genutzt wurden. Ortsbürgermeister Andreas Paul Schöniger erinnert sich: „Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, war ich nicht anders.“ Baumhütten sind für Kinder kleine „Abenteuerbasen“, die Kreativität und soziale Fähigkeiten in der Natur fördern. Sie dienen als „Verstecke“, „Burgen“ oder „Schiffe“ und regen die Fantasie sowie Rollenspiele an.

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Das gemeinsame Bauen an Gewässern verbindet Kinder mit der Natur. Sie erleben Pflanzen, Tiere und das Element Wasser hautnah und lernen spielerisch ihre Umgebung kennen. Zudem fördert das Bauen von Baumhütten Teamarbeit, Kreativität und den sozialen Austausch. Baumhütten sind kleine Rückzugsorte, in denen Kinder sich sicher fühlen und eigene Regeln gestalten können. Aus diesem Grund plant Ortsbürgermeister Schöniger eigenen Angaben zufolge in Abstimmung mit dem Landkreis Schaumburg, dem NABU und dem Fischereiverein, die Projektwochen der örtlichen Grundschule zu unterstützen und aufzuklären.

Der Unterhaltungsverband der Bückeburger Aue hat die Gewässerschau in den November verlegt. Bei einer regelmäßig stichprobenartigen Begehung des Stichkanals im Bereich Warber stellte der Ortsbürgermeister Uferabbrüche fest. Diese wurden in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Fachbereich des Unterhaltungsverbands, vertreten durch Herrn Marek und Herrn Weike, vor Ort besprochen.

Im Bereich des Warber-Entlasters wurden Kiesbänke zuletzt 2021 umgelagert. Kiesbänke sind wichtige Laichhabitate für die Fischfauna und sorgen für eine naturnahe Strömungsvielfalt. Die aktuellen Hochwasserereignisse seit Ende 2023 haben vermehrt Sedimentablagerungen verursacht. Die zuständigen Stellen haben bereits Maßnahmen zur Entfernung der Ablagerungen eingeleitet, die nach der Brut- und Setzzeit in Abstimmung mit den Anliegern durchgeführt werden.

(pr)

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