(Landkreis) Am vergangenen Freitag feierte der DRK-Kreisverband Schaumburg sein 150-jähriges Bestehen.
Ein Jubiläum, das die lange Tradition des Roten Kreuzes im Landkreis ebenso sichtbar machte wie seine aktuelle gesellschaftliche Bedeutung. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Hilfsorganisationen sowie viele ehren- und hauptamtliche Rotkreuzler nahmen an der Feierstunde teil.

150 Jahre Hilfe im Wandel der Zeit
Die Wurzeln des heutigen Kreisverbands reichen bis ins Jahr 1875 zurück: In Bückeburg gründete sich der Vaterländische Frauen-Verein, der älteste DRK-Ortsverein im Landkreis. In den folgenden Jahrzehnten entstanden weitere Vereine in Stadthagen, Hagenburg, Steinhude, Rinteln, Obernkirchen und Wendthagen.

Mit der offiziellen Gründung des DRK-Kreisverbands Schaumburg im Jahr 1949 und dem Zusammenschluss der Verbände im Jahr 1980 entstand die Struktur, die den Verband bis heute prägt. Wichtige Meilensteine waren unter anderem der Aufbau des Rettungsdienstes (1974), die Erweiterung der Pflege- und Tagespflegeangebote sowie die Entwicklung der Migrations- und Integrationsarbeit, die in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.
Programm der Festveranstaltung am Freitag
Der Festakt begann um 16:00 Uhr mit einer Begrüßung von Reiner Brombach, Präsident des DRK-Kreisverbands Schaumburg e.V. Es folgten Grußworte von Hans Hartmann (Präsident des DRK-Landesverbands Niedersachsen e.V.), Andrea Stüdemann (Kreisrätin des Landkreises Schaumburg), Heinz Bruns (stellvertretender Bürgermeister der Stadt Obernkirchen), Klaus-Peter Grote (Kreisbrandmeister), sowie Colette Thiemann und Jan-Philipp Beck (beide Landtagsabgeordnete)

Musikalisch eingerahmt wurde das Programm durch Liedbeiträge, die zwischen den Redebeiträgen für eine feierliche Atmosphäre sorgten. Highlight waren die Mitarbeiterehrungen und Rotkreuz-Grundsätze in verschiedenen Sprachen
Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Ehrung langjähriger Mitarbeiter. Diese Auszeichnung würdigte nicht nur jahrzehntelange Treue, sondern vor allem das außergewöhnliche Engagement, mit dem die Geehrten den DRK-Kreisverband
Schaumburg über viele Jahre geprägt haben.
Ein weiterer besonderer Programmpunkt war die Vorstellung der sieben Rotkreuz- Grundsätze – jedoch nicht in der klassischen Form, sondern in verschiedenen Sprachen, die die internationale Verbundenheit des Roten Kreuzes eindrucksvoll widerspiegelten. Durch diese mehrsprachige Präsentation wurde deutlich, wie universell die Werte des Roten Kreuzes sind: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.

Ein Verband, der sich stetig weiterentwickelt
In den Ansprachen wurde besonders hervorgehoben, wie sehr der DRK-Kreisverband Schaumburg seine Aufgaben immer wieder an aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen angepasst hat: Den Aufbau der DRK-Tafeln ab 2000, die Erweiterung der Tagespflege ab 2014, den Betrieb von Test- und Impfzentren während der Corona-Pandemie, sowie die zunehmend bedeutende Integrationsarbeit, die über die Ersthilfe weit hinausgeht.
Eine besondere Würdigung erfuhren die vielen Ehrenamtlichen, deren Engagement den Verband seit eineinhalb Jahrhunderten trägt.
Kreisgeschäftsführer Thomas Hoffmann und das Präsidium betonten, dass der DRK- Kreisverband Schaumburg auch weiterhin eine verlässliche soziale Kraft im Landkreis bleibe – mit dem klaren Ziel, dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.
(pr/Fotos: pr)




