(Bückeburg) Die Kommunikation zwischen Kindergartenpersonal und Eltern hat in Bückeburg die unterschiedlichsten Ausformungen. So kommunizieren einige über selbst erstellte WhatsApp-Gruppen, es gibt E-Mails und Newsletter und auch die berühmte Zettelwirtschaft, wenn etwas Wichtiges ansteht.
Das kann schon mal kompliziert und unübersichtlich werden – sowohl für Erzieher als auch Eltern. Mit einem einheitlichen System ließen sich viele Nerven und personelle Kapazitäten sparen, daher hatte die Gruppe SPD/Grüne bereits im November 2020 einen Antrag auf die Einführung einer Kita-App für gezieltere Kommunikation gestellt.

Die Besonderheit an diesen Info-Apps sei der Datenschutz, erklärte Fachgebietsleiter Christian Schütte in der jüngsten Sitzung des Jugend- und Familienausschusses. Professionelle Anbieter würden andere Möglichkeiten bieten, Daten könnten sicher eingespeist und auch über Laptop und PC bearbeitet werden. Zahlreiche Gemeinden würden derartige Apps derzeit anschaffen, in Bückeburg sprächen sich zudem alle Einrichtungen geschlossen dafür aus, inklusive der freien Träger.
Dies bestätigte auch Iris Wilkening, Leiterin der Kindertagesstätte Unterwallweg: „Das Portal bietet sehr viel, so können wir auch sehen, welche Eltern aktiv sind und welche nicht. Da kann ich gegebenenfalls die Informationen nochmal ausgedruckt oder ähnlich zukommen lassen, sodass niemand was verpasst. Speisepläne und Termine können online gestellt werden und vieles mehr. Das würde Zeit und Geld sparen. Beratungs- und Entwicklungsgespräche werden dadurch natürlich nicht ersetzt.“

Für alle rechtlichen Dinge sei zudem auch weiterhin Papier notwendig, fügte Christian Schütte an. Für alle Einrichtungen würde die Nutzung einer derartigen App rund 7.000 Euro kosten. „Eine relativ kleine Summe im Vergleich zu den Gesamtbetriebskosten“, so Schütte.
Pastor Jan-Uwe Zapke sprach sich zudem für eine einheitliche App für alle Einrichtungen aus, dem schloss sich auch Sandra Schauer (SPD) an. Die Stadt müsse hierfür ein Vergabeverfahren mit Ausschreibung vornehmen, bevor sich für einen Anbieter entschieden werden könne, so Schütte. Der Ausschuss stimmte anschließend einstimmig für eine Anschaffung einer Kita-App für alle Einrichtungen und wird zeitnah die Ausschreibung starten.

(Text: nh / Foto: nh/privat)




