(Bückeburg) Nicht weit von Bückeburgs Kernstadt entfernt erstreckt sich ein wahres Kleinod für die heimische Tier- und Pflanzenwelt, das – je nach Jahreszeit – mit wunderbaren Farben und Gerüchen und dem sofortigen Eintritt von Entspannung aufwartet: Das Naturschutzgebiet „Bückeburger Niederung“, das sich von entlang Nordholz über Evesen, Petzen bis nach Meinsen, Scheie und die Bückeburger Kornmasch erstreckt. Mit seiner beachtlichen Größe gibt es dort viele bezaubernde Orte zum Verweilen, und zahlreiche Infotafeln erzählen den Besuchern Wissenswertes über dieses besondere Gebiet.

Und dieses besticht unter anderem vor allen in den Frühlingsmonaten mit einer vielfältigen Flora, die vielerorts in den buntesten Farben blüht. Besondere Hingucker sind die langsam Farbe annehmenden Blühfelder und der im strahlenden Gelb bereits hochstehende Raps, aber auch saftige Wiesen und Streuobstbestände, die Jung und Alt begeistern und für eine kurze Rast und das eine oder andere Foto einladen.

Soweit das Auge reicht Wiesen und Felder, die zum Teil das gesamte Jahr über in saftigem Grün erstrahlen. Spaziergänger und Radfahrer genießen regelmäßig Ausflüge in dieses kleine Naturparadies. Zahlreiche Vögel haben hier ihren optimalen Lebensraum gefunden, daher kann man auch viele seltene Arten hier beobachten – nicht nur Storch, Fischreiher, Bussard und Bachstelze sind hier Zuhause, auch Kraniche machen hier Rast und aufmerksame Besucher bekommen auch seltene Gesellen wie das Schwarzkehlchen zu Gesicht.

Und auch das heimische Wild liebt es auf den Wiesen zu äsen: Rehe, Hirsche und Kitze kann ein ruhiger Spaziergänger hier täglich beobachten, finden sie hier doch beste Futtermöglichkeiten und zudem den nötigen Schutz. Gemeinsam sagen sie dem Feldhasen- und -Kaninchen, Ente und Gans gute Nacht, eine friedliche Stimmung liegt über dem Gelände, wann immer man es betritt. Besonders in den Abendstunden und zur Dämmerung entfalten die Niederung und ihre Tierwelt ihren bezaubernden und faszinierenden Charme.

Übrigens – der Förderverein Bückeburger Niederung und der NABU fördern seit vielen Jahren den Schutz und die Pflege dieses Natur- und Landschaftschutzgebietes, das künftig flächenmäßig noch erweitert wird. Bereits seit langem sind auf den Wiesen hier nur bestimmte, ökologische Landwirtschaftsformen und Viehhaltung erlaubt. Der Einsatz von gar Pestiziden oder künstlichen Düngemitteln ist hingegen streng verboten.

(Text und Foto: nh)





