„Wenn es heute brennt, rufen wir Sie!“ 57 Neu-Gesellen durch die Kreishandwerkerschaft Niedersachsen-Mitte freigesprochen
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(Bückeburg) „Heute ist ein besonderer Tag, denn es ist ihr Tag“, konstatiert Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens gleich zur Begrüßung der 57 Neu-Gesellinnen und -Gesellen. „Sie können zu Recht stolz auf sich sein. Sie haben sich das notwendige Handwerkszeug erworben und werden nun verdient in die Gemeinschaft des Handwerks aufgenommen“. Dank richtete Ahrens an die Betriebe, Ausbilder und die Familien für die Unterstützung der Jung-Gesellen in dieser prägenden Zeit.

„Zeigen Sie mit ihrer Arbeit, dass die Welt ohne Handwerk nicht möglich ist!“, gibt Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens dem Nachwuchs mit auf den Weg.

Um den frischgebackenen Handwerksgesellen die Ehre zu erweisen und ihre erbrachten Leistungen zu würdigen, hatten sich zahlreiche Angehörige als auch Ehrengäste eingefunden. „Heute stehen Sie zu Recht im Mittelpunkt. Schauen Sie zurück, aber mehr nach vorne. Ruhen Sie sich nicht auf Ihren Leistungen aus, sondern nutzen Sie ihr Wissen und vermehren Sie es“, gibt der Kreishandwerksmeister dem Nachwuchs mit auf den Weg. Und falls die große Bühne an diesem Abend die jungen Handwerker auf den Geschmack gebracht habe, „eine noch größere Bühne erleben Sie, wenn Sie ihren Meisterbrief bekommen“, animiert Ahrens zur Weiterbildung. „Zeigen Sie mit ihrer Arbeit, dass die Welt ohne Handwerk nicht möglich ist!“

„Wenn es heute brennt, rufen wir Sie, liebe Handwerker“, macht Kreislehrlingswart Walter Hardekopf deutlich.

Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf richtete zudem erstmalig das Wort an die Jung-Gesellen und zitierte dafür Martin Luther: „Die Arbeit des Handwerkers ist ebenso wertvoll wie die eines Theologen“. Was Luther damals wichtig war, hervorgehoben zu betonen – dass die Geisteswissenschaften keineswegs über den handwerklichen Arbeiten stehen sollen -, ist heute in aller Köpfe angekommen: „Nun wissen wir, wie wertvoll das Handwerk ist“.

Im mit Familie und Freunden, Ausbildern und Ehrengästen voll besetzten Rathaussaal geben die Gäste den Neugesellen die verdiente Ehre.

Schuegraf stellte fest: „Heute ändert sich etwas für Sie, das Ende der Ausbildung markiert einen Übergang zu einer hoffentlich erfolgreichen Zukunft. Viel Arbeit, wachsen, Lernen und Üben liegt hinter Ihnen, das ist nicht selbstverständlich. Nun wissen Sie zudem, dass Sie Ihre Ziele erreichen können. Die Werte und Traditionen im Handwerk sind auch Grundlage viele Dinge im Leben und Sie tragen dazu bei, dass diese Welt funktioniert und lebenswert bleibt.“ So seien Handwerker seit je her kreative und lösungsorientierte Menschen, die die Welt besser machen. Sie machen Ihre Arbeit mit Hingabe und Leidenschaft, es zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin. Damit leisten auch Sie einen großen Dienst an der Gesellschaft“, stellt der Landesbischof fest. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren beruf auch als Berufung ansehen“.

Als stärkste Gruppe nahmen die Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klimatechnik ihre Prüfungszeugnisse und Gesellenbriefe entgegen.

Kreislehrlingswart Walter Hardekopf verkündete im Anschluss die Prüfungsergebnisse: Von 7 Prüflingen haben 57 bestanden, 20 müssen eine „Ehrenrunde“ drehen. „Eine recht hohe Quote“, stellt Hardekopf fest. Leider hätten in diesem Jahr einige trotz guter Leistungen knapp das Prädikat „sehr gut“ verfehlt, sodass es diesmal keine außerordentliche Ehrung gab.

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„In dieser Region werden in den kommenden Jahren rund 30 Prozent der Betriebe Nachfolger suchen. Das ist Ihre Chance!“, zeigt André Harting, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft in Schaumburg und Hameln-Pyrmont, weitere Perspektiven auf.

Vor der Zeugnisübergabe gab er dem Handwerkernachwuchs noch eine wichtige Erkenntnis mit auf den Weg: „Wenn es heute brennt, rufen wir Sie, liebe Handwerker. So funktioniert seit mehr als 1000 Jahren der Handwerksberuf, daher bewahren Sie sich Ihren Status und Ihre Tradition – denn wenn es heute brennt, holen wir Sie.“

Insgesamt 57 Neu-Gesellen wurden durch die Kreishandwerkerschaft freigesprochen.

André Harting, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft in Schaumburg und Hameln-Pyrmont, regte noch abschließend an: „Wir waren in unserer Generation sehr viele – Ihre Generation sind wenige. Auch wenn wir viele schlechte Nachrichten aus der Wirtschaft hören, kann ich Ihnen sagen: In dieser Region werden in den kommenden Jahren rund 30 Prozent der Betriebe Nachfolger suchen. Das ist Ihre Chance! Dabei begleiten wir Sie gerne, und geben zahlreiche Hilfestellungen. Es gibt sehr gute Perspektiven für Sie, machen Sie was draus!“ Im Anschluss erhielten die 57 Gesellen ihre Prüfungszeugnisse durch die Innungsleiter und den Kreishandwerksmeister.

Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf: „Die Werte und Traditionen im Handwerk sind auch Grundlage viele Dinge im Leben und Sie tragen dazu bei, dass diese Welt funktioniert und lebenswert bleibt.“

Foto:nh

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