Nach Wirbelsturm: Interhelp-Freiwillige aus Schaumburg bereiten sich auf Hilfseinsatz in Südasien vor
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(Schaumburg/Weserbergland) 44.000 Menschen, deren Häuser zerstört wurden, mussten sich in Notunterkünfte flüchten: Es gibt mindestens 130 Tote und noch viele Vermisste – das ist die vorläufige Bilanz des Wirbelsturms „Ditwah“, der über Sri Lanka hinweggefegt ist.

Menschen, darunter viele Kinder haben Hunger, sind verzweifelt. Die heimische Hilfsorganisation Interhelp bereitet sich angesichts der Katastrophe auf einen Nothilfe-Einsatz vor – die Freiwilligen aus Hameln-Pyrmont und Bückeburg haben viel Erfahrung bei der Flut-Nothilfe. Sie haben in den vergangenen Jahren bereits bei zahlreichen Katastrophen im In- und Ausland geholfen, waren zuletzt nach der tödlichen Flut in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen in Swisttal-Heimerzheim über viele Monate hinweg auf unterschiedliche Art und Weise im Hilfseinsatz.

Nach dem Tsunami, der am zweiten Weihnachtstag 2004 vielen Tausend Menschen das Leben gekostet hat, war Interhelp viele Jahre auf Sri Lanka im Hilfseinsatz. „Wir sind angesichts der dramatischen Lage in den Hochwassergebieten gefragt worden, ob wir wieder Spenden sammeln und helfen werden“, sagt der Interhelp-Vorsitzende Ulrich Behmann. Die Antwort laute: „Selbstverständlich“, sagt Interhelp-Vize Mahinda Nallanathan, der selbst aus Sri Lanka stammt. Der Vorstand habe nicht überlegen müssen, ergänzt Interhelp-Vize Roman von Alvensleben. „Wir haben es uns schließlich zur Aufgabe gemacht, Menschen in Not zu helfen – vor der eigenen Haustür und in aller Welt. Interhelp sei allerdings dringend auf Geldspenden zur Unterstützung der Flutopfer angewiesen, sagt Vorstandsmitglied und Interhelp-Schirmherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe aus Bückeburg. Jeder Euro werde benötigt, um rasch helfen zu können.

Vor Ort ist Interhelp-Kooordinator Mangala Fernando bereits damit beschäftigt, günstige Preise für Reis, Zwiebeln und weitere Grundnahrungsmittel auszuhandeln. Geplant ist, dass Freiwillige Lebensmittel-Pakete packen und diese per Boot zu den Hungernden bringen. Unklar ist, wie viele Menschen von den Fluten eingeschlossen sind – und wie viele Vermisste nicht mehr am Leben sind. Hilfskräfte konnten viele Ortschaften im Landesinneren noch nicht erreichen.

Heimische Hilfsorganisation bittet um Spenden / Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe: Stehen an der Seite derjenigen, die Angehörige oder ihr Hab und Gut verloren haben

„Es sind schreckliche Bilder, die wir zu sehen bekommen. Das lässt niemanden kalt.“ Interhelp stehe an der Seite derjenigen, die Angehörige oder ihr Hab und Gut verloren hätten“, sagt Interhelp-Vorstandsmitglied Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe.

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Interhelp – Deutsche Gesellschaft für internationale Hilfe ist eine gemeinnützige, mildtätige und unabhängige Hilfsorganisation. Sie ist Mitglied im Paritätischen Niedersachsen und im Landesverband privater Rettungsdienst in Norddeutschland e.V. (LPR Nord) und unterstützt weltweit Menschen in Not – insbesondere nach schweren Naturkatastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen.

Die Mitglieder von Interhelp arbeiten ehrenamtlich. Interhelp ist auf Spenden angewiesen, um rasch, effektiv und nachhaltig helfen zu können. Interhelp war die erste ausländische Hilfsorganisation, die nach der Tsunami-Katastrophe in Südasien mit behördlicher Genehmigung den Wiederaufbau auf Sri Lanka gestartet hat.

Im Auftrag des Landes Niedersachsen hat Interhelp auf Sri Lanka eine Klinik-Müllverbrennungsanlage errichtet. Vom niedersächsischen Umweltministerium erhielt Interhelp den Auftrag, eine Kläranlage für ein Krankenhaus auf Sri Lanka zu bauen. Das Projekt am Balapitiya Base Hospital wurde erfolgreich umgesetzt.

Wer Interhelp mit Geldspenden unterstützen möchte (Stichwort: Fluthilfe) – kann das unter den Spendenkonten IBAN DE32 2545 0110 0000 0332 33 (Sparkasse Hameln-Weserbergland) und IBAN DE49 2546 2160 0700 7000 00 (Volksbank Hameln-Stadthagen) tun. Geld wird aber auch für Projekte in Deutschland, in der Ukraine und in Bulgarien gesammelt. Auf dem Überweisungsträger kann der jeweilige Ländername vermerkt werden.

(pr/Fotos: Interhelp)

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