Künstler und Handwerker zu Gast in Obernkirchen: Das etwas andere, soziale Netzwerk
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(Obernkirchen) Die Welt ist im KI-Fieber. Künstliche Intelligenz bestimmt die Schlagzeilen, wohin man blickt. Immer mehr Meldungen beschäftigen sich mit „Chat GPT“, „Perplexity“, „Grok“ und ihren Ablegern. Hinzu kommen die sozialen Netzwerke wie Facebook. Instagram, Snapchat oder X.

Wie erfrischend analog erschien da ein Besuch in der Bergstadt Obernkirchen am vergangenen Sonntag, als ein Kunsthandwerkermarkt und bekannte Gesichter des Kunstnetzwerks „Open Art“ zu einem Stelldichein auf dem Platz vor der Stiftskirche St. Marien einluden. Soziale Netzwerke wurden ebenfalls gepflegt, und zwar jene von Angesicht zu Angesicht, ganz ohne Smartphone und Internet.

Reinhard Albrecht zeigte farbenfrohe Glasmosaik-Kunst.

Man tauschte sich aus, plauderte über Kunst in jeglicher Form (oder einfach nur über Gott und die Welt) und konnte die traumhaft schöne Spätsommerstimmung in einer gemütlichen Kulisse genießen. Ein Teil der Aussteller war mitsamt ihrer Exponate im Gemeindezentrum „Rote Schule“ anzutreffen und auch das Museum öffnete die Türen und lud Besucher zu einer Rundreise durch Obernkirchens bewegte Bergbau-Geschichte ein.

In der „Roten Schule“ ging es mit der Kunst weiter.
Das Museum lud zu einer kleinen Zeitreise in die Vergangenheit ein.

Draußen, inmitten der malerischen Altstadtumgebung, gab es allerlei bekannte und teils auch neue Kunst zu sehen. Die Künstler und Aussteller, stets nahbar und gesprächsbereit vor Ort, standen zu einem Austausch bereit. Wie bereits erwähnt: Viele bekannte Gesichter, die man auch vom monatlichen Besuch von „Open Art“ in Bückeburg kennt. Und doch gab es immer wieder Farbtupfer und Neuigkeiten zu entdecken. Musikalisch waren „Between Chapters“ auf jeden Fall eine Bereicherung.

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„Between Chapters“ spielten gefühlvolle Musik, die unter die Haut ging und bestens zur entspannten Atmosphäre passte.

Die Formation, bestehend aus der Sängerin Julia Dralle, dem Gitarristen Alex Stewing und Henrik Läufer (Gitarre und Percussion), sowie der am Sonntag abwesenden Katharina Schnabel (Backing Vocals) und dem Bassisten Ralf Markus Lehmann, bereitete einen Klangteppich mit bekannten Songs. Entspannt interpretiert und lässig vertont spielten sie durch den Sonntagnachmittag, immer wieder wärmende Melodien fürs Gemüt im Gepäck.

Und noch mehr offene Türen bot die Bergstadt: Am kultigen Trafohaus wurden Getränke und Kuchen serviert, daneben brutzelte italienische Salsiccia (ähnlich einer groben Bratwurst) auf dem Grill. Obernkirchens Bürgermeisterin Dörte Worm-Kressin strahlte ebenfalls angesichts des positiven Zuspruchs, den das Kultur-Happening in der Bergstadt auf Anhieb fand. Viele Besucher äußerten den Wunsch, hoffentlich bleibe der Kunstmarkt keine „Eintagsfliege“. Eine Eventreihe mit wiederkehrenden Elementen, in regelmäßigen Abständen, das wäre doch was. Gibt es bereits, nennt sich „Open Art“ und ist in der Saison pro Monat ein Mal in Bückeburg zu sehen. Nächstes Mal übrigens sogar an drei Tagen, vom 19. bis 21. September, im Rahmen der Langen Nacht der Kultur, die allerdings nur am Freitag, den 19. September stattfindet.

Doch mit ein wenig Phantasie gelingt den Kunstschaffenden und Netzwerken sicher auch im kommenden Jahr wieder so ein Kunstnachmittag in Obernkirchen, denn wie schon Albert Einstein wusste: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

(Text & Fotos: vu)

Galerie: Fotos vom Kunsthandwerkermarkt & „Open Art“ Event am 7.9.2025 in Obernkirchen

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